Preisträger 2013

Altersgruppe 0 – 14 Jahre:


Scheiss drauf ich geh mit Gottfried

1. Platz:
"Scheiss drauf ich geh mit Gottfried"

Gallus Zentrum und Ferienkarussell der Stadt Frankfurt am Main / 11 -13 Jahre / Animation

Jurybegründungen:
Waltraut liebt es Fleisch zu essen. Ihr Mann Horst mag nur Gemüse. Als die Karotte Gudrun auftaucht, ist Horst nicht mehr zu halten. Ein Grund für die Scheidung, als die Karotte Gudrun ins Spiel kommt. SCHEISS DRAUF ICH GEH MIT GOTTFRIED, denkt sich Waltraut. Was auch der Titel des sehr lustigen Films wurde. Die vier Knetfiguren sind liebevoll und phantasiereich gestaltet und vor allem die witzigen und frechen Dialoge überzeugten uns als Jury, diesem Film den ersten Platz zu geben.

crazybiker

2. Platz:
"Crazy Biker"

Mittelstufe der Viktor-Frankl-Schule, Frankfurt am Main / 10 – 14 Jahre, Kurzspielfilm

Jurybegründungen:
Durch Feld und Wald, über Stock und Stein in 20 Minuten. Zwei Biker-Gangs jagen sich, es geht um ein Mädchen. Die komplette Mittelstufe der Viktor-Franklin-Schule aus Frankfurt rast rollend, rockend und rappend durch dieses furiose Road-Movie mit exzellenten Schauspielern und grandiosen Lehrern und Betreuern. Der Film ist gut umgesetzt und engagiert gespielt – die Jury belohnt CRAZY BIKER – DIE ENTFÜHRUNG mit Platz 2 in der Kategorie Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre.

Zwischen den Zeilen

3. Platz:
"Zwischen den Zeilen"

Medienzentrum Wiesbaden e.V. / 12 Jahre / Kurzspielfilm
Jurybegründungen:
ZWISCHEN DEN ZEILEN behandelt kein neues, aber stets aktuelles Thema. Die Situation in Jugend-Cliquen bzw. der Schule, der ersten Liebe, Intrigen ... all das kombiniert dieser Film. Obwohl jeder das Thema kennt, ist es spannend und eindrucksvoll erzählt. Die Macher agieren vor der Kamera authentisch und dahinter sehr professionell. Der Zuschauer spürt, der Film ist "echt".

Altersgruppe 15 – 19 Jahre:


samsas

1. Platz:
"Die Samsas"

Noemi Kelemen, Liederbach/Taunus / 18 Jahre / Animation

Jurybegründungen:
Die Filmemacherin hat mit ihrem Animationsfilm DIE SAMSAS Kafkas "Die Verwandlung" neu und vor allem aus einer neuen Perspektive – nämlich aus Sicht Gregors, des Käfers, erzählt. Die wunderbaren Zeichnungen mit vielen Details gerade in der Mimik des Käfers sind eine beachtenswerte Leistung der Filmemacherin. Und dass diese Geschichte – im Gegensatz zur literarischen Grundlage – ein Happy End hat, macht den Film und die Filmemacherin sehr sympathisch.

VVV Vier gewinnt

2. Platz:
"VVV Vier gewinnt"

Medienzentrum Wiesbaden e.V / 15 Jahre / Kurzspielfilm

Jurybegründungen:
Drei Mädchen und alle sind in den gleichen jungen verliebt, aber sie wissen nichts davon. Erst der Zufall und natürlich die SMS will es, dass die Mädchen es herausfinden. Ihr Plan ist ihn zu zwingen zu gestehen. Doch dann kommt alles anders. Mit einem witzigen Twist haben die jungen Filmemacher diese Geschichte in VVV-VIER GEWINNT aufgelöst. Das hat uns überzeugt und zum Lachen und zu diesem Text gebracht.

Gallus mal anders

3. Platz:
"Gallus mal anders"

Gallus Zentrum und Falkschule Frankfurt / 13 – 15 Jahre, Social Spot

Jurybegründungen:
GALLUS MAL ANDERS zeigt einen Konflikt zweier Jugendcliquen aus dem Frankfurter Gallusviertel. Überraschend, ironisch und herrlich unkonventionell ist dieser Film. Die Jury ist begeistert von dem Mut der Macher, sich und das Klischee von harten Jungs auf die Schippe zu nehmen. Dies wird belohnt mit Platz 3 in der Kategorie bis 19 Jahre.


Sonderthema "absolut fremd" der hessischen Landeszentrale für politische Bildung:


Recently in the Woods

1. Platz:
"Recently in the Woods"

Daniel van Westen, Kunsthochschule Kassel / 25 Jahre / Animation
Kein Zwischenraum

2. Platz:
"Kein Zwischenraum"

Janika Heinrich, Groß-Zimmern / 19 Jahre / Kurzfilm

3. Platz:
"Nebeneinander in Istanbul"

Goethe-Gymnasium Frankfurt am Main / 18 Jahre / Dokumentation

Altersgruppe 20 – 27 Jahre:


Vietnam – Spuren eines Krieges

1. Platz:
"Vietnam – Spuren eines Krieges"

Mai Nguyen, Darmstadt / 21 Jahre / Dokumentation

Jurybegründungen:
In VIETNAM – SPUREN EINES KRIEGES befragt eine junge Vietnamesin, in Deutschland aufgewachsen, ihre Familiengeschichte. Inspiriert vom Schicksal ihres Großvaters hat Mai einen spannend und informativen Dokumentarfilm gedreht. Einen Krieg, der vor vier Jahrzehnten endete, bringt sie uns heutigen sehr nahe: in ihren Gesprächen mit ganz verschiedenen Zeitzeugen des Vietnam-Krieges. Diese authentische Spurensuche verdient Platz 1 in dieser Kategorie.

Eikasia

2. Platz:
"Eikasia"

Matthias Kreter, Filmhaus Frankfurt am Main, Cineteam Mediaworks / 23 Jahre / Kurzfilm

Jurybegründungen:
Jurybegründungen: Der Film EIKASIA stellt zu Beginn eine gewöhnliche Alltagssituation dar. Mit philosophischen grundlegenden Fragen endet der Film und bindet den Zuschauer packend mit ein. Der Kontrast zwischen der Alltagssituation und der Vergänglichkeit ist Matthias Kreter hervorragend gelungen. Der Zuschauer kann sich gut in die Situation hinein versetzen und den Protagonisten verstehen. Das belohnt die Jury mit Platz 2 in der Kategorie bis 27 Jahre.

Minutes to Midnight

3. Platz:
"Minutes to Midnight"

Marco Seuring, Fulda / 23 – 27 Jahre / Kurzfilm

Jurybegründungen:
In MINUTES TO MIDNIGHT erweckt Marco Seuring mit einer spannenden Geschichte und einer sehr guten technischen Umsetzung den Flair der 20er Jahre zum Leben. Die Jury belohnt diese gekonnte Verneigung vor dem Kino von damals mit dem 3. Platz in der Kategorie junge Erwachsene bis 27.


Young Professionals:


7 Köpfe für den Henker

1. Platz:
"7 Köpfe für den Henker"

Lukas Rinker, FH Mainz / 27 Jahre / Horror-Kurzspielfilm

Jurybegründungen:
Der Kurzfilm "7 Köpfe für den Henker" zeigt 4 Freunde bei einem Wanderausflug, die neben zwischenmenschlichen noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen haben. Der Film ist handwerklich sehr gut gemacht. Der Filmemacher nutzt drastische – ja brutale – Bilder und bedient viele Klischees des Genres Horror. Und dennoch – oder gerade deshalb – konnte die Jury nicht immer die Lacher unterdrücken. Diese Mischung macht den Film zu einer besonderen Leistung. Herzlichen Glückwunsch!

Vielleicht Morgen

2. Platz:
"Vielleicht Morgen"

Johannes Schneider, Gandayo Film- Medienproduktion Steinau / 22 – 26 Jahre / Kurzfilm

Jurybegründungen:
Die hohe Professionalität hat uns bei "vielleicht morgen" überzeugt. Nicht nur wie gut die Schauspielerführung des kleinen Mädchens, sondern auch die Kamera hat Bilde vom Detail bis hin zur der Landschaft äußerst gelungen eingefangen. Aber auch die Lichtführung und Ausstattung sind so stimmig, dass der Zuschauer in die verzauberte Traumwelt von dem Mädchen entführt wird. Daher haben wir uns als Jury entschieden, die beeindruckende leichte, atmosphärische Bildsprache, die im Kontrast zum schweren Inhalt steht, der sich dem Zuschauer aber erst spät offenbart, mit dem 2. Platz zu honorieren.

Rosa

3. Platz:
"Rosa"

Matthias Lawetzky, HfG Offenbach / 27 Jahre / Kurzfilm

Jurybegründungen:
ROSA gewinnt den dritten Platz in der Kategorie der Young Professionals. Matthias Lawetzky von der Hochschule für Gestaltung in Offenbach gelingt eine überzeugende Schauspielerführung in seinem kurzen dramatischen Film über Gewalt in einer Familie. Vor allem die Mutter als Hauptdarstellerin überzeugte uns in dieser Geschichte mit ihrem minimalistischen Spiel.


Sonderpreis des Filmhaus Frankfurt:


Animals Revenge

"Animals Revenge"

Leon Kaczmarczyk, Wiesbaden / 15 Jahre / Social Spot

Jurybegründungen:
FLEISCH – Ja oder Nein? Diese Frage stellt sich immer häufiger. Diese Frage stellt sich der Filmemacher in seinem Traum oder eher gesagt Albtraum. Inhaltlich, Darstellerisch und technisch ein gelungenes Werk, dass die Jury überzeugt hat. Die Leistung des 15 jährigen Filmemachers, der diesen Film ohne professionelle Unterstützung erstellt hat ist preiswürdig. Die Jury gratuliert zum Sonderpreis des Filmhaus Frankfurt. Der Preisträger des Sonderpreises gewinnt ein Seminar des Filmhaus Frankfurt e.V..


Sonderpreis der Jury


Reife Check

"Reife Check"

Filmprojekt ÜSB / Georg August Zinn-Schule Kassel / Musikvideo

Jurybegründungen:
REIFECHECK ist ein tolles Musikvideo der Video AG der Georg-August-Zinn-Schule in Kassel mit dem Übergangsmanagement Schule-Beruf. Die musikalische Umsetzung erscheint der Jury besonders gelungen und wurde in sehr guter Weise bebildert.

Die Zusammenarbeit der Kids mit den Sozialarbeitern scheint beiden Gruppen viel Spaß gemacht zu haben und das merkt man dem Musikvideo an. Herzlichen Glückwunsch zum Sonderpreis der Jury.